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Als Segelregatta mit großem Spaßfaktor begeistert der HANSE CUP seit 1998 jedes Jahr Anfang September zahlreiche Eigner und Charterer von Hanse-Yachten.


12. Hanse Cup 2009 - Regatta am Limit?    
Grenzen austesten - das könnte das Motto des 12.HANSE CUP 2009 gewesen sein. Grenzen in vielerlei Hinsicht: Grenzen der Logistik, Belastbarkeitsgrenzen von Material und Crew, Zeitgrenzen einer Tagesetappe, Grenzen der Vernunft, eine Regatta zu starten...

Bei einem Rekordteilnehmerfeld von 77 Yachten und weiteren Begleitbooten ist die Ursprungsidee des HANSE CUP, rund Rügen zu segeln und allabendlich in geselliger Runde kulinarische Highlights zu genießen, an praktische Grenzen gestoßen. Einer solchen Dimension mit mehr als 300 Personen sind Partyzelt und Catering kaum noch gewachsen ...und ein Plan B für den Fall, dass Rasmus außer Kontrolle gerät, ist mit der Infrastruktur der Insel Rügen wohl kaum noch möglich.

Dieses Dilemma mag der Regattaleitung an den ersten beiden Tagen schlaflose Nächte beschert haben. Die logistischen Notwendigkeiten siegten über Sturmwarnungen und Windprognosen. So starteten am Samstag, 05.09.2009, 77 Hanse-Yachten im Greifswalder Bodden zur Tagesetappe nach Saßnitz, wohlwissend, dass am frühen Nachmittag ab Nordperd 30-35 Knoten Wind gegenan zu erwarten waren. Ist das noch vernünftig? Einigen wir uns darauf, dass es spätestens ab 36 Knoten sehr unvernünftig gewesen wäre. Die Bilanz der ersten Wettfahrt zeigt dann auch, dass normal ausgestattete Fahrtenyachten Materialgrenzen erreichen und bei solchen Windstärken besser im geschützten Hafen verweilen sollten; es sei denn, ihre Skipper haben einen guten Draht zu Segelmachern und Riggbauern. Dank Nachteinsatz der Segelmacher des Greifswalder Yachtausrüsters Wendel & Rados konnte wenigstens ein Teil der Materialschäden gelindert werden.

Leider konnte das Flair des Zielhafens Saßnitz und die "kulinarische" Abendveranstaltung nicht über die Strapazen und Schäden der ersten Wettfahrt hinwegtrösten. Saßnitz hat sich wohl schon lange an seinen seemännischen und kulturellen Grenzen festgefahren... sehr zum Unverständnis der Segler.

Am zweiten Wettfahrttag ähnliches Szenario. Südliche Ostsee: bis Mittag West 7, Südwest drehend, später abnehmend 6, Wellen 3 m, Sturmwarnung.

Die logistischen Zwänge verlangten nach dem Tagesziel Wiek auf Rügen.

Wetterbedingt dauerten die Startvorbereitungen besonders lange. Nachdem die Regattaleitung zum wiederholten Mal die Startlinie um 10 m versetzen ließ, lagen die Nerven nicht nur bei Michael Einfeldt auf seinem "Tonnenleger" blank, sondern auch bei einigen Crews. "...wenn ihr mit eurer Spielerei nicht bald aufhört, kommen wir vor Mitternacht nicht in Wiek an...", so ein entnervter Skipper im Funk. Beifall...vom Winde verweht.

Schon beim Start vor Saßnitz zeigte sich, dass die Selbstwendefock noch viel zu viel Tuch hatte und Schüsse in den Wind vorprogrammiert waren. Außer den Hanse 331 "Gannet" und Hanse 470 "Inspiration" verfügte keine der noch startenden 69 Yachten über eine Starkwindfock. Nach überstandener Startkreuz ging es zunächst in der Abdeckung der Kreidefelsen mit raumen Wind recht vernünftig zu, dann folgte eine lange Hoch-am-Wind Strecke bis Kap Arkona, danach hieß es Kreuzen bis zum Fahrwasser nach Hiddensee, teilweise mit 2 Knoten Strömung und 25 bis 30 Knoten Wind gegenan. Weit lag das Teilnehmerfeld bei Kap Arkona bereits auseinander, kaum vorstellbar, dass es alle bis zum Dunkelwerden schaffen können. Schließlich mussten vom Ziel vor Hiddensee noch weitere 5 sm durch den Vitter und Wieker Bodden bis zum Hafen Wieck in teilweise engem Fahrwasser überwunden werden.

Bei den Crews einiger kleiner Yachten obsiegte die Vernunft. Sie drehten ab, um im Hafen von Glowe abzuwettern... eine sehr vernünftige Entscheidung. Gute Seemannschaft. 22 Yachten waren in Gruppe 1 angetreten, nur 7 davon erreichten das Tagesziel regulär. Die anderen gaben auf, wetterten in Glowe ab oder schafften das Zeitfenster nicht und steuerten in Nachtfahrt durch den Bodden. Praktisch ohne Ausfälle erreichte Gruppe 3 (Hanse 371 und 370) das Tagesziel. In der Gesamtbilanz dieses Tages sind es 26 Yachten, die das Tagesziel nicht regulär schafften, leider gehören zur Tagesbilanz auch weitere Rigg- und Segelschäden. Am härtesten hat es die Hanse 411 "Chavera" mit dem Verlust des Mastes getroffen.

Hat diese Material- und Nervenschlacht noch etwas mit Vernunft zu tun? Die Frage soll offen bleiben. Es war sicher für viele auch eine gute Gelegenheit, ihre eigenen Grenzen und die Grenzen des Materials zu testen. Wann macht man das schon? Den "Profis" hat das bestimmt Spaß bereitet, aber viele Crews waren sicher überfordert. Die entstandenen Materialschäden sprechen für sich. Sie sind eher den überforderten Crews geschuldet, als Materialschwächen der Yachten. Im Gegenteil, die Yachten haben sich ausgezeichnet bewährt. Für ein Abenteuer, wie die ersten beiden Wettfahrten, sollte man sich sehr genau überlegen, welches Boot man besteigt. Selbst mit einer kleinen und "alten" Hanse 291 ist man auf der sicheren Seite, wenn man sie richtig segelt. So hat die Hanse 291 "Sonntag" mit Frank Pehnke die zweite Tagesetappe pünktlich, mit herausragender Zeit und ohne Schäden beendet.

Der Hafen Wiek und das abendliche Büfett waren wohltuende Überraschungen. Ein freundlicher und gut organisierter Hafenmeister kümmerte sich, dass alle einlaufenden Schiffe auch noch bei Dunkelheit einen sicheren Platz fanden. Nach Sonnenuntergang und im geschützten Bodden fühlte sich Rasmus schon wesentlich zahmer an. Die Windanzeige brachte es nur noch selten auf über 20 Knoten. Bei einem exzellenten Abendbüfett konnte der Tag ausklingen. Die Wetterprognose für die nächsten beiden Tage tat ihr übriges: S bis SW 3 bis 4, abnehmend 3, Temperaturen bis 25 °C. Endlich richtiges Segeln. Verblüffend umso mehr die Idee der Regattaleitung, wegen der Strapazen der letzten beiden Tage einen Ruhetag einzulegen und am nächsten Tag individuell nach Stralsund zu verholen. Der Protest war deutlich genug, am nächsten Tag startete Wettfahrt 3 wie geplant vor Hiddensee mit Tagesziel Stralsund. Im Gellenstrom ankerte das Zielschiff. 56 Schiffe waren noch dabei, leider auch die Spuren der Materialschlacht... beim Setzen des Groß unter Windstärke 2 verlor die Hanse 315 "Arielle" den Mast.

Eine Wettfahrt bei bestem Segelwetter und das alljährlich exzellente Büfett im Restaurant "Fisherman's" ließen die Schrecken von Tag eins und zwei rasch vergessen... so schlimm war es doch eigentlich gar nicht. Die Tagesauswertung sorgte für Frust und Freude. Die Rangliste wirbelte durcheinander. Wenngleich eindeutig vorgeschrieben, haben einige sehr erfolgreiche Yachten die Tonne "Gellen" verpasst. Das hat beste Platzierungen gekostet. Schade, insbesondere für die Hanse 370 "Relax", Hanse 400 "Hale Bopp" und Hanse 291 "Sonntag".

Das Beste stand uns noch bevor: bei herrlichem Spätsommerwetter und Windstärke 2 bis 3 um Süd eine Wettfahrt von Stralsund durch Strelasund und Greifswalder Bodden nach Wieck/Greifswald. 8.20 Uhr Brückenzug, 58 Yachten am Start, 10 Uhr Start der ersten Gruppe. Um die zahlreichen Grundberührungen wie im vergangenen Jahr zu vermeiden, hat die Regattaleitung das Runden diverser Tonnen vorgeschrieben. Pünktlich und sicher schafften auch die Letzten des Regattafeldes den Brückenzug der Klappbrücke Wieck/Greifswald um 15 Uhr.

Gegen 18 Uhr Siegerehrung auf dem Gelände der HanseYachts AG. Angesichts des großen Teilnehmerfeldes und der Pokalvielfalt wurden leider auch Grenzen der Regattaauswertung erreicht. Nicht alle Geehrten konnten ihren Ruhm behalten und mussten sich später der korrigierten Auswertung beugen. Pokalirritation. Pokaltauschen. Schade für die Sieger, die nicht geehrt wurden. Nach zwölf Jahren HANSE CUP sollte das eigentlich nicht passieren. Trotzdem allen Siegern herzlichen Glückwunsch. Nach korrigiertem Stand sind dies:

Wanderpokal des Oberbürgermeisters der Universitäts- und Hansestadt Greifswald für den ersten Platz nach berechneter Zeit und Punktesystem
Hanse 370 "Champus" mit Steuermann Burkard Kadow

Wanderpokal der Hanseyachts AG für den ersten Platz nach Summe der berechneten Zeit
Hanse 370 "Champus" mit Steuermann Burkard Kadow

Wanderpokal der Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG für den ersten Platz nach schnellster gesegelter Zeit
Hanse 470 "Inspiration" mit Steuermann Bernd Rados

Wanderpokal von Yacht-Charter-Ostsee für die schnellste Charteyacht
Hanse 400 "Nana" mit Steuermann Walter Wecker

Seit dem 11. HANSE CUP erfolgt für die letzte Wettfahrt keine Tagesauswertung mehr. Eigentlich schade. Auch die Tagespokale sind hoch begehrt. Wenn eine Crew bei der letzten Wettfahrt bestplatziert ist, sonst aber keine vorderen Plätze erreichten konnte, bleibt sie gänzlich unerwähnt. Vielleicht lässt sich das beim 13. HANSE CUP ändern. Wenigstens an dieser Stelle sollen deshalb die Tagessieger der letzen Wettfahrt genannt werden: Hanse 291 "Sonntag" mit Frank Pehnke, Hanse 331 Gannet" mit Dirk Menzel, Hanse 370 "Relax" mit Dietmar Wendel, Hanse 400 "High Energy" mit Herbert Kasperschinsky, Hanse 470 "Apple Pie" mit Rainer Söllner.

Wir haben sportlich faires Segeln unter schwierigen Bedingungen erlebt. Fair auch im Hinblick auf die Verwendung der Segel. Nur die Hanse 331 "Gannet" war diesmal noch mit viel Tuch unterwegs, was trotz Yardstickbestrafung an den letzten beiden Tagen extreme Vorteile gegenüber den anderen Hanse 331 brachte. Eine um 16 Minuten kürzere gesegelte Zeit gegenüber der zweitbesten Hanse 331 "Charline" ist anders nicht erklärbar. Umso erfreulicher, dass sich alle anderen der Herausforderung mit Hanse-Standardbeseglung gestellt haben: Großsegel und Selbstwendefock. Spitzensegler wie Dietmar Wendel und Burkhard Kadow sind zwar immer vorn, aber mit Selbstwendefock wenigstens in hoffnungsvoller Sichtweite.

Trotz aller kritischen Anmerkungen wissen natürlich alle Crews, welche Herausforderung die Organisation einer so großen Regatta mit unterschiedlichen Tageszielen bedeutet. Insbesondere unter den Bedingungen des diesjährigen Cups. Dafür vollen Respekt der Regattaleitung und herzlichen Dank an die Organisatoren und Sponsoren.

Rund Rügen ist ein Problem. Saßnitz ist suboptimal, aber als Tagesziel notwendig. Häfen auf Hiddensee sind zu klein oder für die größeren Schiffe nicht erreichbar. Der Schlag von Saßnitz nach Wiek/Rügen ist bei Wind gegenan für die kleineren Schiffe zu weit...Was passiert, wenn im nächsten Jahr 90 oder 100 Schiffe teilnehmen wollen?

Diskussionen darüber gab es zahlreiche: Das erste Tagesziel im Greifswalder Bodden, etwa Gager. Dann nach Glowe, von dort über Wiek/Rügen und Stralsund zurück nach Greifswald. Klingt gut. Und wenn sich die Wetterbedingungen des diesjährigen Cups wiederholen?

Muss es wirklich rund Rügen sein? Die logistischen Zwänge dürfen die Seemannschaft nicht dominieren. Der HANSE CUP hat sich vom ursprünglichen "Flotillensegeln mit Zeitbewertung" zu einer richtigen Regatta gemausert. Gäbe es dafür nicht auch von Greifswald aus und im Bodden interessante Tagesstrecken? Viele Ideen gilt es bis zum nächsten Cup zu bewerten. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf den 13. HANSE CUP 2010.

Der Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG mit Karsten Baas an der Spitze und seiner gesamten Crew herzlichen Dank für den spannenden 12. HANSE CUP. Möge der HANSE CUP stets dazu beitragen, seine Auftragsbücher zu füllen. Hochachtung dem geplagten "Tonnenleger" Michael Einfeldt, ohne dessen Engagement vieles nicht gegangen wäre. Respekt der Regattaleitung für die mutigen Entscheidungen und die professionelle Durchführung. Vielen Dank auch der Crew des Begleit- und Zielschiffes "Sayonara" mit Jürgen und Gisela.

Allen Crews herzlichen Dank für die gute Seemannschaft und das faire Segeln. Schade, dass es schon wieder vorbei ist...

Ergebnisse:

Gruppe 1 (pdf-download, 518 KB)
Gruppe 2 (pdf-download, 330 KB)
Gruppe 3 (pdf-download, 491 KB)
Gruppe 4 (pdf-download, 489 KB)
Gruppe 5 (pdf-download, 215 KB)

Gesamtwertung gesegelte Zeit nach Punktsystem (pdf-download 1,4MB)
Gesamtwertung berechnete Zeit nach Punktsystem (pdf-download 1,5 MB)

 

 

 

 

 

 

 

11. Hanse Cup 2008 -die perfekte Gaumen- und Segelfreude

Nachdem in den letzten beiden Jahren der Hanse Cup durch Starkwind und Sturm gezeichnet war, hat es in diesem Jahr mit dem Segelwetter geklappt. An allen vier Tagen Winde um 3 bis 4 Bft, das sind die perfekten Bedingungen für Hanse-Yachten. Dazu noch reichlich Sonne und Temperaturen um 20 °C - ein schöner Spätsommer, wenn denn der Sommer stattgefunden hätte.

Diese super Bedingungen haben 61 Hanse-Yachten genutzt um sich bei vier Wettfahrten vom 6. bis 9. September zu messen. Insgesamt wurden auf der Strecke Greifswald-Saßnitz-Lauterbach-Stralsund-Greifswald 120 sm gesegelt. Als der Konvoi von Segelyachten und Begleitschiffen am 6. September von Greifswald zur Regatta auslief, hat die Klappbrücke in Wieck sicher die längste Brückenöffnung aller Zeiten erlebt.

Gestartet wurde in den fünf Klassen:
Hanse 291/292/300/301/311/312/315/320
Hanse 331/341/342
Hanse 370/371
Hanse 400/401/411
Hanse 430/461/470.

Mit 14 Yachten bildete die Gruppe der 40-Füßer das größte Starterfeld. Aber auch im Feld der ganz Großen sind beachtliche 9 Yachten angetreten.

Neben den Tageswertungen für jede Gruppe gab es in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Gesamtwertung je Gruppe nach dem Low-Point-System und Yardstickzeit. So wurden bei der Siegerehrung am 9. September für die Erst-, Zweit und Drittplatzierten jeder Gruppe zur großen Freude der Teilnehmer 15 Pokale verteilt. Den Pokal als Gruppensieger konnten die glücklichen Skipper der Segelyachten Marionett (301), Charline (331), Champus (370), Harmonie (400) und Apple Pie (470) in Empfang nehmen.

Da der Yardstickwert sicher nur sehr bedingt geeignet ist, um in einer Gesamtwertung alle teilnehmenden Yachten von 29 bis 47-Fuß miteinander zu vergleichen, ist die Einführung der Gesamtwertung je Gruppe eine Entscheidung der Veranstalter, die bei allen Teilnehmern auf ungeteilte Zustimmung stößt.

Den Pokal für die schnellste Charteryacht nach berechneter Zeit hat die S.Y. Harmonie gewonnen, die übrigens mit ihrem Gruppensieg eindrucksvoll demonstrierte, dass auch Charterschiffe schnell segeln können.

Den Wanderpokal des Oberbürgermeisters der Hansestadt Greifswald für die schnellste Segelyacht konnte praktisch nur eine der drei Hanse 470 mit schwarzen Segeln gewinnen. Obwohl als letzte gestartet, lagen sie bei jeder Wettfahrt stets bald weit vor dem Regattafeld. Es war faszinierend, welche Geschwindigkeit und Höhe diese Yachten liefen. Bei der Siegerehrung erhielt die S.Y. Leander (Hanse 470) den Pokal.

Den Wanderpokal der HanseYachts AG für die punktbeste Yacht nach berechneter Zeit hat die S.Y. Champus (Hanse 370) aus Greifswald gewonnen. Auch Champus segelte stets eindrucksvoll mit meilenweitem Abstand vor dem Regattafeld. Dabei war aber auch deutlich erkennbar, dass Champus nicht mit Selbstwendefock, sondern mit überlappender Genua unterwegs war. Zweifellos besteht die Crew der S.Y. Champus aus hervorragenden Seglern, aber wie soll da eine Hanse 371 mit Selbstwendefock jemals mithalten können? Auch der Unterschied von einem Yardstickpunkt kann hier keine Gerechtigkeit bringen.

Leider scheint es trendy zu sein, dass immer mehr Yachten mit einer überlappenden Genua an den Start gehen, obwohl sie über Selbstwendevorrichtung und Selbstwendefock verfügen. Für einen Yardstickpunkt weniger mit einer überlappenden Genua fahren zu dürfen ist natürlich schon fast die halbe Miete zum Sieg. Gerade bei weniger Wind und raumen Kursen kann eine gute überlappende Genua wahre Wunder bewirken.

Ein Markenzeichen der Hanse-Yachten ist die tadellos funktionierende Selbstwendefock, die daraus resultierende Einhandtauglichkeit und das hohe Geschwindigkeitspotenzial mit Standardbesegelung. Dieses Markenzeichen sollte beim Hanse Cup wieder mehr beachtet werden. Vielleicht sollten künftig alle Segelyachten ohne Selbstwendefock nur außer Konkurrenz mitsegeln oder nur für den Wanderpokal des Oberbürgermeisters für die schnellste Segelyacht gewertet werden.

Der 11. Hanse Cup hat noch eine weitere Tendenz erkennen lassen: es wird mehr gefightet und ruppiger gesegelt, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Das ist für eine Segelregatta zunächst nichts außergewöhnliches. Beim Hanse Cup treten aber Crews mit sehr unterschiedlichem Trainings- und Erfahrungsstand an - und das ist so gewollt. Letztlich wird auch nicht mit Rennziegen, sondern mit Fahrtenyachten gesegelt. Und die Ursprungsidee des Hanse Cup stammt keineswegs aus dem Hochleistungssegeln. Dafür waren Schäden und Beschimpfungen in diesem Jahr doch ein wenig zu viel.

Nicht ganz kritiklos darf das Einlaufen unseres Teilnehmerfeldes in den Stadthafen Stralsund hingenommen werden. Beim Kampf um den besten Liegeplatz hatten wohl einige das Wort Seemannschaft verdrängt. Für das angerichtete Wellenchaos bleibt nur, uns zu entschuldigen.

Alle Abendveranstaltungen waren wieder ein wahres Vergnügen für den Gaumen. Einen Höhepunkt bildete - wie jedes Jahr - das Büfett in Stralsund. Hierfür gilt der herzliche Dank aller Teilnehmer den Organisatoren und Sponsoren - ebenso wie für die zahlreichen wertvollen Sachpreise, die bei den Abendveranstaltungen und bei der Abschlusssiegerehrung vergeben wurden.

Karsten Baas als Cheforganisator sowie Mirko Kapka und Falk von Detten als Wettfahrtleiter haben wieder ein wahres Meisterstück abgeliefert. Ihnen und ihren fleißigen Helfern, ohne die eine so große Veranstaltung überhaupt nicht möglich wäre, danken wir ganz herzlich.

Wir freuen uns schon auf den 12. Hanse Cup und geloben Besserung.



Über Pokale und Preise  
Bei so vielen Pokalen und Preisen blickt manchmal sogar die Wettfahrtleitung nicht mehr durch, welcher Pokal wofür vergeben wird - so geschehn beim 6. HANSE CUP 2003. Deshalb soll hier nochmals die Pokalgeschichte der vergangenen Jahre berichtet werden. Den Auftakt bildet der Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Greifswald, der als Wanderpokal ausgeschrieben ist und beim erten HANSE CUP 1998 zum ersten Mal ausgesegelt wurde.
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Taufe der HANSE 531
Am 13.09.2003 fand in Greifswald-Wieck die Taufe der neuen HANSE 531 statt. Die HANSE 531 ist die größte jemals in Deutschland gebaute Serienyacht. Wir gratulieren Michael Schmidt und seiner Mannschaft zu diesem großen Erfolg. Der erste optische Eindruck von innen und außen war einfach überwältigend... ein tolles Schiff, aber ob es bei dieser Größe auch am HANSE CUP Rügen Rund teilnehmen kann? Wir sind sehr gespannt.
Am 13. und 14.09.2003 bestand für Interessenten auch Gelegenheit zum Probesegeln mit den anderen Yachten des Yachtzentrums Greifswald. Gesegelt wurde unter anderem auch mit den Yachten HANSE 411 "Tom's Kahn" und HANSE 371 "Yellow Stripes", die beide erfolgreich am HANSE CUP 2003 teilnahmen. Vielleicht ist noch etwas HANSE CUP - Flair auf die Mitsegler übergeschwappt, so dass sich die HANSE CUP-Gemeinde im nächsten Jahr um ein paar neue Eigner erweitert. 
 

Aufnahmen von Seefotograf Peter Neumann
Aufnahmen des bekannten Hamburger Seefotografen Peter Neumann, der den 6. HANSE CUP 2003 begleitete, finden Sie in unserer Schatzkiste. Bestellungen können direkt bei YPS-Hamburg abgegeben werden. ...mehr

Diese Website ist eine Initiative von Teilnehmern des Cups und Freunden der Hanse Yachten. Der Cup hat sich mittlerweile für Hanse-Segler zu einem unwiderstehlichen Höhepunkt der Segelsaison entwickelt, so daß ihm unserer Meinung nach eine eigene Internetpräsentation gebührt.
 
   
Anfragen bitte an:
info@hansecup.org
 
   
 
 
 

 

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Letzte Aktualisierung der Seite:
 
  15. Juli 2006